Wissenswertes über Pflegekräfte aus Rumänien

Möchten Sie einen pflegebedürftigen Angehörigen optimal betreut wissen, ist die 24-Stunden-Pflege eine sinnvolle Wahl, weil der Pflegebedürftige dabei rund um die Uhr zu Hause versorgt ist. Diese Dienstleistung wird vermehrt von Pflegekräften aus Rumänien und weiteren osteuropäischen Ländern übernommen, da diese kostengünstiger sind als deutsches Pflegepersonal. Diese kümmern sich liebevoll um die Betreuung und führen Erledigungen sowie verschiedene Aufgaben im Haushalt durch. Im Gegensatz zu einem ambulanten Pflegedienst übernehmen diese Betreuungskräfte allerdings keine pflegerischen Maßnahmen (Verabreichung von Medikamenten, Blutdruckmessen, Verbandswechsel, etc.). Im Rahmen ihres Vertrags leisten sie lediglich Aufgaben in der Grundpflege (Waschen, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, etc.).
Eine Pflegekraft aus Rumänien eignet sich deswegen für diese Pflege-Varianten sehr gut, weil Rumäninnen sehr liebevoll, treu und bodenständig sind. Viel wert wird in diesem Land Osteuropas auf traditionelle Werte und die Familie gelegt, sodass Sie eine kompetente und geduldige 24-Stunden-Pflegekraft erwarten können. Ein weiterer Aspekt ist, dass rumänische Pflegekräfte froh über eine Beschäftigung in Deutschland sind. Denn Armut ist ein großes Problem und viele Rumänen wünschen sich ein gutes, sorgenfreies Leben und suchen daher nach einer ordentlichen, sicheren Arbeit.

Was kostet Sie eine Pflegekraft aus Rumänien?

Dies ist abhängig vom Beschäftigungsmodell, für das Sie sich entscheiden. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Sie für Pflegekräfte aus Rumänien Kosten einplanen müssen, die bei 1.700 EUR beginnen. Das bedeutet, dass die Kosten für eine 24-Stunden  Pflege im Vergleich zu deutschem Pflegepersonal niedriger sind (Preisrahmen ca. 2.400 bis 5.000 EUR pro Monat). Darüber hinaus müssen Sie einkalkulieren, dass die Pflegekraft aus Rumänien im Haushalt des Pflegebedürftigen wohnt und dort freie Kost und Logis erhält. Die Kosten für eine rumänische Pflegekraft richten sich außerdem nach den zu erbringenden Leistungen und der Pflegestufe.

Mentalität und Bräuche der rumänischen Pflegekräfte

Wenn sich eine Pflegekraft aus Rumänien um Ihr pflegebedürftiges Familienmitglied kümmert, können Sie leicht bemerken, dass diese Menschen sehr höflich sind und immer das Beste für den anderen möchten. So kann es zum Beispiel zu einer minutenlangen Diskussion kommen, bis sich ein Rumäne auf einen ihm angebotenen Platz setzt. Die Höflichkeit zeigt sich auch darin, dass dieses osteuropäische Land eines der wenigen Länder ist, in denen der Handkuss noch üblich ist. Des Weiteren halten Rumänen Frauen immer die Tür auf, helfen ihnen in den Mantel und bemühen sich sehr, um ihr Wohlergehen.

Generell sind die Rumänen ein sehr lebensfrohes Volk und treffen sich gerne zu gemeinsamen Aktivitäten oder zum Feiern. In Bezug auf die Feste spielen wie für uns Deutsche auch für Pflegekräfte aus Rumänien Weihnachten und Ostern eine wichtige Rolle. Allerdings sind die Bräuche nicht unbedingt die gleichen wie in Deutschland. Zum Beispiel:

  • Der Nikolaus beschenkt brave Kinder bereits am 5. Dezember.
  • Heiligabend ist ein Fastentag, der bis zum Sternenaufgang dauert. Anschließend wird Schwein gegessen und Sauerkirschlikör getrunken.
  • Wie in englischsprachigen Ländern üblich, werden auch in Rumänien die Geschenke erst am 25. Dezember ausgepackt.
  • Wenn Pflegekräfte aus Rumänien am 1. Weihnachtstag das Frühstück für den Pflegebedürftigen zubereiten dürfen, werden sie Eier und Kuchen servieren, wie es in ihrer Heimat üblich ist.
  • Das traditionelle Essen zu Weihnachten sieht Kohlrouladen (Sarmale), Braten oder Karpfen und den typischen Cozonac (Hefeteigkuchen) vor. Dazu gibt es Tuika (Pflaumenschnaps).
  • Rumänische Pflegekräfte feiern wie ihre Landsleute das orthodoxe Osterfest (Paste), das mehrere Tage andauert.
  • Es fällt meistens nicht mit unseren Ostertagen zusammen, sondern wird nach einer 40-tägigen Fastenzeit begangen.
  • Wie auch bei den Pflegekräften aus Polen wird vor Ostern der Frühjahrsputz erledigt.
  • Nach der Ostermesse um Mitternacht stärken sich die Kirchenbesucher in Rumänien an einem reichhaltigen Osterfestessen.

Kulinarische Vorlieben

Grundsätzlich ist die rumänische Küche eine bunte Mischung, weil sie von den verschiedenen Volksgruppen (Österreicher, Ungarn, Griechen, Türken) geprägt ist. Pflegekräfte aus Rumänien essen daher gern Auberginenaufläufe, Gerichte mit Joghurt und Schafskäse sowie mit Lamm. Wenn sie für die Pflegebedürftigen kochen, werden sie sicherlich auch ein sehr typisches rumänisches Essen zubereiten: Mămăligă. Dabei handelt es sich um eine Maismehl-Polenta, die eigentlich eine traditionelle Mahlzeit der Bauern ist.

Weitere typische Speisen:

  • Pasteten
  • Gefüllte Eier
  • Salate mit Schafskäse
  • Verschiedenste Brotaufstriche (z.B. Auberginencreme)
  • Unterschiedliche Suppen (Ciorba), die zu fast jeder Tageszeit gegessen werden (z.B. Gemüse-, Hühner- oder Rindersuppe)
  • Sauer eingelegte Krautwickel mit Hackfleisch-Reis-Füllung (Sarmale)
  • Fisch mit Füllung oder Salztunke (z.B. Hecht, Karpfen, Stör)
  • Zuckersüße Blätterteignusskuchen und weitere Desserts mit türkischem oder österreich-ungarischem Einfluss

Bei alkoholischen Getränken bevorzugen rumänische Pflegekräfte Wein, der in Rumänien vielfach produziert und hauptsächlich im eigenen Land getrunken wird. Beliebt sind außerdem Obstbrände (z.B. Aprikose, Apfel, Pflaume), die Ihnen bekannt sein könnten, weil sie auch in anderen Ländern beliebt sind.

Daten und Fakten über Rumänien

  • 20,1 Millionen Menschen leben in Rumänien.
  • Deutsche sind mit 0,2% eine Minderheit (Siebenbürgener Sachsen, Donauschwaben).
  • Der Premierminister trifft die Entscheidungen, während der Präsident das Staatsoberhaupt ist.
  • Nach französischem Vorbild ist der Staat zentralistisch gegliedert und besteht aus 41 Judets (Kreise).
  • Die Hauptstadt ist Bukarest.
  • Die Währung ist der Leu.
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