Demenz: Symptome, Formen, Vorbeugung und Betreuung

Es beginnt mit Vergesslichkeit und äußert sich schließlich darin, dass man vertraute Personen nicht mehr erkennt oder mitten in der Nacht zum Einkaufen gehen möchte. Von einer Demenz sind in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen betroffen. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen der Erkrankung und dem Alter, da das Risiko für Demenz nachweislich steigt, je älter ein Mensch ist. Während die Zahl der an Demenz Erkrankten unter den 70- bis 74-Jährigen bei lediglich 4 Prozent liegt, sind bereits 15 Prozent der 80- bis 84-Jährigen dement. Jeder Zweite bis Dritte ist es schließlich bei den über 90-Jährigen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Ausprägungen der Krankheit, von denen Alzheimer wohl die Bekannteste ist. Alle Formen der Demenz wirken sich auf das Gedächtnis aus, weil sie einen Verlust der Nervenzellen im Gehirn verursachen. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich des Verlaufs und der Anzeichen. Erfahren Sie hier mehr über Demenz-Symptome, die Formen, Vorbeugung und Betreuung.

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Typische Alzheimer-Symptome

Die meisten der Demenz-Betroffenen leiden unter der sogenannten Alzheimer-Krankheit, die üblicherweise in drei Stadien abläuft. Als eines der ersten Demenz-Symptome äußert sich die Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses. Erkrankte können sich Dinge schlecht oder gar nicht mehr merken und verlegen zum Beispiel häufig Gegenstände.

Weitere Anzeichen:

• Konzentrationsschwierigkeiten
• Orientierungsprobleme in fremder Umgebung
• Wortfindungsstörungen bei alltäglichen Wörtern

Ist die Alzheimer-Krankheit fortgeschritten, kommen im zweiten Stadium weitere Symptome hinzu: Neben dem Kurzzeitgedächtnis baut irgendwann auch das Langzeitgedächtnis ab, was dazu führen kann, dass die Erkrankten ihre Familienmitglieder nicht mehr erkennen. Auch Erinnerungen an die eigene Vergangenheit verschwinden mehr und mehr. Diese Demenz-Symptome werden im Krankheitsverlauf immer ausgeprägter und führen im dritten Stadium dazu, dass auch die körperliche Verfassung schlechter wird. Daher benötigen die Betroffenen mit dem Fortschreiten der Krankheit immer mehr Hilfe im Alltag.

Symptome für eine fortgeschrittene Alzheimer-Krankheit:

• deutlich erkennbare Beeinträchtigung von Sprache und Sprachverwendung
• häufiger Verlust des „roten Fadens“ bei Unterhaltungen
• Schwierigkeiten beim Erledigen alltäglicher Dinge
• Verwechslung von Wochentagen und Tageszeiten
• Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
• Probleme mit der Realitätswahrnehmung: Vergangenheit wird zur Wirklichkeit
• Persönlichkeitsveränderung
• Starker Bewegungsdrang

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Weitere Demenzerkrankungen und deren Anzeichen

Vaskuläre Demenz-Symptome

Diese Form kommt nach Alzheimer am häufigsten bei Demenzpatienten vor und weist ähnliche Symptome wie diese auf. Allerdings treten sie bei der vaskulären Demenz oftmals früher und intensiver auf. Verursacht wird die Krankheit durch kleine Schlaganfälle, welche die Durchblutung im Gehirn stören und so Gewebe irreparabel zerstören. Dadurch fällt es Patienten schwer zu reden, sich zu konzentrieren und zu orientieren. Auf das Gedächtnis wirkt sich die Durchblutungsstörung in der Regel weniger stark aus, sodass dieses im Vergleich zur Alzheimer-Krankheit länger erhalten bleibt.

Lewy-Körperchen-Demenz-Symptome

Diese Form wird dadurch ausgelöst, dass sich Eiweißreste in den Gehirnnervenzellen anlagern und dadurch deren Funktionsweise beeinträchtigen. In diesem Sinne ähnelt diese Demenzerkrankung der Alzheimer-Krankheit, mit der sie auch zahlreiche Symptome gemeinsam hat. Allerdings machen sich diese in einem früheren Stadium und durch eine heftigere Ausprägung bemerkbar. Typisch sind außerdem Sinnestäuschungen, die bereits zu Krankheitsbeginn auftreten können. Im Gegensatz zu Alzheimer tritt ein Gedächtnisverlust bei der Lewy-Körperchen-Demenz erst im späteren Krankheitsverlauf auf.

Weitere Anzeichen:

• Gleichgewichtsstörungen
• hohe Sturzgefahr
• Schwankungen in der physischen und psychischen Verfassung

Frontotemporale Demenz: Die Pick-Krankheit und ihre Symptome

Leichte Reizbarkeit, untypisches Verhalten und weitere Persönlichkeitsveränderungen sind in diesem Fall typische Demenz-Symptome. Die Ursache dafür ist, dass sich die Pick-Krankheit zunächst auf Hirnregionen auswirkt, die für das soziale Verhalten verantwortlich sind. Während das Gedächtnis intakt bleibt, verhalten sich die Patienten auffällig anders und unsozial. Da diese Erkrankung selten ist und eher untypische Demenz-Symptome aufweist, wird sie in vielen Fällen zunächst mit einer psychischen Störung verwechselt. Die Anzeichen lassen sich mithilfe von Medikamenten und speziellen Therapien, zum Beispiel Sport, Musik- oder erfolgreich behandeln.

Egal um welche Demenzerkrankung es sich handelt, es ist wichtig anzumerken, dass sie normalerweise nicht heilbar ist. Allerdings kann eine rechtzeitige Behandlung die Demenz-Symptome in der Regel lindern und das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern. Dafür ist es wichtig, die Anzeichen möglichst früh zu erkennen und mit den Betroffenen einen Arzt aufzusuchen. Des Weiteren kann dies helfen, eine mitunter notwendige Rund-um-die-Uhr-Betreuung rechtzeitig zu veranlassen.

Ursachen einer Demenzerkrankung

Wie bei anderen Erkrankungen gibt es auch bei Demenz eine Reihe bestimmter Einflussfaktoren, die einen Krankheitsausbruch begünstigen können. Diese Faktoren sind beinahe alle mit einer ungesunden Lebensführung verbunden, und daher recht unkompliziert in den Griff zu bekommen.

• Übergewicht
• Erhöhte Cholesterinwerte
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Ungesunde Ernährung

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Wie man der Demenz vorbeugt

Die Devise im Kurzen lautet also, auf einen gesunden Lebensstil zu achten- dies beugt übrigens nicht nur einer Demenz-Erkrankung vor, sondern kann auch anderen altersbegleitenden Krankheitsbildern zuträglich sein und deren Prognose verbessern.

Wir haben Ihnen hier eine detailreiche Übersicht der Maßnahmen zur Demenz-Vorbeugung zusammengestellt.

Studien haben ergeben, dass eine abwechslungs- und nährstoffreiche Ernährung mit frischen Zutaten einer Demenz vorbeugen kann. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch sind empfehlenswerte Zutaten für den Speiseplan, während auf Schweinefleisch, Milchprodukte und besonders fetthaltige Lebensmittel besser verzichtet werden sollte. Als besonders geeignet gilt die sogenannte Mittelmeerdiät, da italienische, griechische und andere mediterrane Gerichte typischerweise reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen sind. Die ungesättigten Fettsäuren spielen bei der Demenz-Prävention bzw. Demenz-Vorbeugung ebenso eine Rolle wie die Vitamine A, E und C, die sogenannte Radikalfänger sind und damit dem Zellschutz dienen.

Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel, sondern ebenso das Gehirn in Schwung. Daher sollten auch Senioren, angepasst auf ihre körperliche Konstitution, regelmäßig Sport treiben. Untersuchungen haben diesbezüglich ergeben, dass damit das Risiko für eine Demenzerkrankung um bis zu 60 Prozent gesenkt werden kann. Dies liegt daran, dass sich Bewegung in mehrfacher Hinsicht positiv auf den Körper auswirkt und somit auch Risikofaktoren für eine mögliche Demenz verringern kann. So wird unter anderem die Durchblutung angeregt, das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt, der Blutdruck sowie Cholesterinspiegel gesenkt und Übergewicht verhindert. Darüber hinaus kann durch Sport die Gefäßverkalkung vorgebeugt werden, deren Folge die vaskuläre Demenz sein kann. Wichtig für Senioren ist, nicht nur mehrmals die Woche zum Sport zu gehen, sondern genauso im Alltag aktiv zu bleiben und zum Beispiel Erledigungen zu Fuß statt mit dem Auto zu machen.

Wer das Gehirn und Gedächtnis fordert, kann einer Demenz ebenfalls vorbeugen, weil mithilfe von geistigen Aktivitäten der Stoffwechsel im Gehirn angeregt wird. Dadurch werden neue Synapsen gebildet, welche die Nervenzellen miteinander verbinden. Um dies zu erreichen, sollte am besten schon in jungen Jahren mit dem Gehirntraining begonnen werden. Im Alter können dadurch dann Konzentrations- und Gedächtnisschwächen einfacher ausgeglichen werden. Um geistig fit zu bleiben, ist es daher empfehlenswert, das Gehirn sowohl im Beruf als ebenso im Privaten zu trainieren. Dies ist zum Beispiel durch kreative Hobbies wie Stricken oder Sportarten, welche die Koordination fordern, möglich. Hilfreich ist außerdem, die Routine im Alltag ab und an aufzulockern und bestimmte Tätigkeiten in anderer Reihenfolge zu machen- auch dies fordert das Gehirn und kann dabei unterstützen, einer Demenz vorzubeugen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass ein Austausch mit anderen Menschen dazu beiträgt, das Gehirn fit zu halten. Grund dafür ist, dass durch ein Gespräch zum einen Informationen ausgetauscht werden. Zum anderen werden durch die Wahrnehmung von Mimik, Gestik und Tonfall vielfältige Reize ausgelöst. Dies schult das Sprachvermögen, Denken, die Wahrnehmung, Gefühlsempfindung und das Kurzzeitgedächtnis – alles Prozesse, die im Gehirn ablaufen. Wer Kontakt zu Familie, Freunden, Bekannten und Nachbarn hält und regelmäßig Aktivitäten unternimmt, kann daraus zwei positive Erfolge ziehen. Auf diese Weise kann einer Demenz vorgebeugt und gleichzeitig Einsamkeit im Alter verhindert werden.

Betreuung bei einer Demenz-Erkrankung

Wichtig ist egal bei welcher Form der Demenz eine Betreuung, da es aufgrund der Demenz-Symptome passieren kann, dass Patienten ungewollt sich selbst oder anderen Personen schaden. Zudem ist ein Aspekt der Demenz ist derjenige, dass der Alltag schon in einem frühen bis mittleren Stadium der Krankheit nicht mehr alleine bewältigt werden kann, weil sich der Patient an grundlegende Dinge und Verhaltensregeln nicht mehr erinnern kann. Da der Krankheitsverlauf schlecht vorhersehbar ist, ist eine Betreuung bereits in einem früheren Stadium empfehlenswert.

Zu Beginn der Krankheit, wenn erste Demenz-Symptome sichtbar werden, übernehmen meist Angehörige die Versorgung des Demenzkranken und geben Unterstützung im Alltag, zum Beispiel beim Essen oder der Körperpflege. Auch ein ambulanter Pflegedienst kann in dieser Phase der Demenz eine gute Hilfe sein. Der Pflegedienst kommt je nach Bedarf ein oder mehrmals täglich vorbei uns kümmert sich um den Pflegebedürftigen. Wenn die Krankheit weiter fortgeschritten ist, bleibt oft nur noch der Umzug in ein Pflegeheim, vor allem dann, wenn eine starke Orientierungslosigkeit vorhanden ist.

Häusliche 24-Stunden-Pflege

Eine gute Alternative hierzu ist die häusliche 24-Stunden-Pflege. Dann muss der Patient seine gewohnte Umgebung nicht verlassen, was positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben kann. Zudem ist es bei einer an Demenz erkrankten Person besonders wichtig, dass sie wenige, aber dafür konstante Bezugspersonen hat. Das ist bei der häuslichen Pflege im Vergleich zu einer stationären Einrichtung eher gegeben, da das Pflegepersonal nicht so häufig wechselt. Es ist zudem auch wichtig, die Krankheit Demenz als solche zu erkennen und dann auch entsprechend darauf zu reagieren. Klare und einfache Sätze, Lob und Aufmunterung sind wichtig für den Patienten, Kritik dagegen ist unangebracht, da der Patient diese nicht versteht. Es ist ebenfalls von großer Bedeutung, einen klar geregelten Tagesablauf und ein wohl geordnetes Umfeld zu achten, das macht es dem Demenzerkrankten leichter. Im fortgeschrittenen Stadium von Demenz muss die Pflegekraft bei der Betreuung darauf achten, dass ausreichend getrunken und gegessen wird, da die Patienten dies oft vergessen. Auch bei der Körperhygiene brauchen die Demenzkranken dann Unterstützung, da sie sich nicht mehr daran erinnern, wie Zähneputzen funktioniert oder dass man sich nach dem Gang zur Toilette die Hände waschen muss. Die Pflege von Patienten mit ersten Symptomen, aber vor allen Dingen die Pflege in einem späteren Stadium erfordert also sehr viel Zeit und Geduld. Daher spricht viel für das 24-Stunden-Pflege Modell, das eine Eins-zu-Eins Betreuung ermöglicht, die fernab von Zeitstress liebevoll auf die Bedürfnisse des Patienten eingehen kann.

Demenzbetreuung – eine Leistungen der Pflegekasse?

Pflegebedürftige mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen erhalten seit dem 01.07.2008 zusätzliche Leistungen (nach Paragraph 45, SGB 11), die durch das neue Pflegeleistungsergänzungsgesetz bestimmt werden. Zur Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheblich ist, werden insgesamt 13 verschiedene Schädigungen und Fähigkeitsstörungen analysiert. Das Einschätzungsverfahren wird vom MDK durchgeführt.

Seriöse Vermittlung einer Demenzbetreuung

Die Deutsche Seniorenbetreuung ist auf die Vermittlung von privaten Pflegekräften für die häusliche Altenpflege und Krankenpflege spezialisiert. Darunter fällt auch die Demenzbetreuung. Gerne beraten wir Sie umfassend zu den verschiedenen Möglichkeiten und Kosten um eine individuelle Lösung für Sie und Ihre Liebsten zu finden. Bei Interesse vermitteln wir Ihnen verfügbare Pflegekräfte und Sie entscheiden nach Sympathie. Sollten während der Betreuung Probleme auftreten finden wir eine Lösung – auch ein Wechsel der Pflegekraft ist jederzeit möglich.