Medikamentensucht im Alter

Medikamentensucht kommt im Alter ebenso häufig vor wie Alkoholismus. Die Gründe, die in eine Medikamentensucht bei alten Menschen führen, sind auf Vernachlässigung, Einsamkeit und Unachtsamkeit zurückzuführen. Im Rahmen der Altenpflege oder Seniorenbetreuung ist eines der Ziele eine Medikamentensucht zu verhindern – die Pflegekraft kann im Rahmen einer 24 Stunden Pflege die Dosierung und Verabreichung aller Medikamente überwachen. Eine bereits bestehende Medikamentensucht bedarf jedoch therapeutischer Intervention.

Konsequenzen von Medikamentensucht bei Senioren

Bei Senioren wirken oft mehrere Medikamente auf einen bereits geschwächten Körper ein. Das kann fatale Wirkungen zeigen. Die wachsende Zahl der Senioren, die von einer Suchtproblematik betroffen sind, schafft Probleme in der Altenpflege. Häusliche Altenpflege wird zunehmend durch Schmerzmittelabhängigkeit oder Schlafmittelmissbrauch belastet. Angstproblematiken können zum Missbrauch von Beruhigungsmitteln führen. Bei der Seniorenbetreuung kommt es darauf an, die normale Einnahme vom Suchtverhalten abzugrenzen.

Für die häusliche Altenpflege stellen Suchtproblematiken eine besondere Herausforderung dar. Das Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial vieler Beruhigungs-, Schmerz- oder Schlafmittel ist bekannt. Durch eine 24 Stunden Pflege haben Suchtpatienten kaum noch Möglichkeiten, an ihre Suchtmittel heranzukommen. Problematisch ist für die Altenpflege, dass viele suchterzeugende Medikamente nur langsam im Organismus abgebaut werden. Eine Halbwertzeit von mehreren Tagen kann gegeben sein. Die erneute Einnahme solcher Präparate kann zu Dosissteigerungen und Abhängigkeit führen.

Problematisch: rezeptfreie Medikamente

Viele Schmerzmittel erhalten Senioren rezeptfrei in Apotheken. Regelmäßige Einnahme kann allerdings das Gegenteil der erwünschten Wirkung erzeugen. Zudem können Neben-, Wechsel- und Kombinationswirkungen mit Medikamenten entstehen, die im Rahmen einer Pflegesituation verabreicht werden müssen. Nicht immer haben Pflegepersonen Kenntnisse über alle Medikamente, die Pflegepatienten einnehmen oder besorgen lassen. Gefährlich sind Medikamente, die wegen vermeintlicher Wirkungslosigkeit hochdosiert werden, sowie Kombi-Präparate mit Koffein. Die anregende Wirkung solcher Präparate kann dazu verleiten, mehr einzunehmen. Dank schwerer Vorerkrankungen, Schlafstörungen und altersbedingter Schmerzen steigert das die Suchtgefahr. Manches, was z. B. wie eine beginnende Demenz wirkt, kann tatsächlich eine Medikamentenabhängigkeit sein. Daher ist es unerlässlich, dass Pflegehelfern alle eingenommenen Medikamente bekannt sind. Die tägliche Dosis sollte kontrolliert werden. Bei alleinstehenden Senioren kann eine 24 Stunden Pflege angeraten sein.

Dabei werden Tätigkeiten und Aufgaben des Alltags durch die Häusliche Pflege vorbereitet, angeleitet oder ganz übernommen. Dies kann im Rahmen der Grundpflege beim Rasieren, Waschen, Duschen und bei der Zahn- und Mundpflege geschehen. Außerdem ist die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme mit der mundgerechten Zubereitung ein wichtiger Bestandteil der Grundpflege.

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