Im Alter geistig gesund bleiben:
So können Sie Demenz vorbeugen

Demenz benennt eine Reihe von Symptomen, die für rund 50 unterschiedliche Krankheitsformen typisch ist. Zu diesen gehören Alzheimer und vaskuläre Demenz. Gemeinsam ist allen, dass das Gedächtnis fortschreitend und irgendwann dauerhaft beeinträchtigt ist. Dabei besteht eine direkte Verbindung zwischen der Erkrankung und dem Alter, da das Risiko für Demenz nachweislich steigt, je älter ein Mensch ist. Während die Zahl der Erkrankten unter den 70- bis 74-Jährigen bei lediglich 4 Prozent liegt, sind bereits 15 Prozent der 80- bis 84-Jährigen dement. Jeder Zweite bis Dritte ist es schließlich bei den über 90-Jährigen. Um im Alter geistig fit zu bleiben, ist es wichtig rechtzeitig etwas zu unternehmen, um Demenz vorzubeugen.

Ursachen für die Krankheit

Wie bei anderen Erkrankungen gibt es auch bei Demenz bestimmte Einflussfaktoren, die einen Krankheitsausbruch begünstigen können.

Dazu zählen unter anderem:

  • Übergewicht
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Ungesunde Ernährung

Wer auf diese Faktoren achtet oder etwas gegen diese tut, kann die Gefahr reduzieren, an Demenz zu erkranken. Darüber hinaus gibt es noch weitere Maßnahmen, welche die Beeinträchtigung des Gedächtnisses verhindern oder zumindest hinauszögern können.

Was können Sie tun, um Demenz vorzubeugen?

    1. Auf eine gesunde Ernährung achten
      Studien haben ergeben, dass eine abwechslungs- und nährstoffreiche Ernährung mit frischen Zutaten Demenz vorbeugen kann. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch sind empfehlenswerte Zutaten für den Speiseplan, während auf Schweinefleisch, Milchprodukte und besonders fetthaltige Lebensmittel besser verzichtet werden sollte. Als besonders geeignet gilt die sogenannte Mittelmeerdiät, da italienische, griechische und andere mediterrane Gerichte typischerweise reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen sind. Diese spielen bei der Demenz-Prävention ebenso eine Rolle wie die Vitamine A, E und C, die sogenannte Radikalfänger sind und damit dem Zellschutz dienen.
    2. Aktiv bleiben
      Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel, sondern ebenso das Gehirn in Schwung. Daher sollten auch Senioren, angepasst auf ihre körperliche Konstitution, regelmäßig Sport treiben. Untersuchungen haben diesbezüglich ergeben, dass damit das Risiko für eine Demenzerkrankung um bis zu 60 Prozent gesenkt werden kann. Dies liegt daran, dass sich Bewegung in mehrfacher Hinsicht positiv auf den Körper auswirkt und somit auch Faktoren für eine mögliche Demenz verbessern kann. So wird unter anderem die Durchblutung angeregt, das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt, der Blutdruck sowie Cholesterinspiegel gesenkt und Übergewicht verhindert. Darüber hinaus kann durch Sport die Gefäßverkalkung vorgebeugt werden, deren Folge die vaskuläre Demenz sein kann.
      Wichtig für Senioren ist, nicht nur mehrmals die Woche zum Sport zu gehen, sondern genauso im Alltag aktiv zu bleiben und zum Beispiel Erledigungen zu Fuß statt mit dem Auto zu machen.
    3. Gehirn trainieren
      Wer das Gehirn und Gedächtnis fordert, kann Demenz ebenfalls vorbeugen, weil mithilfe von geistigen Aktivitäten der Stoffwechsel im Gehirn angeregt wird. Dadurch werden neue Synapsen gebildet, welche die Nervenzellen miteinander verbinden. Um dies zu erreichen, sollte am besten schon in jungen Jahren mit dem Gehirntraining begonnen werden. Im Alter können dadurch dann Konzentrations- und Gedächtnisschwächen einfacher ausgeglichen werden. Um geistig fit zu bleiben, ist es daher empfehlenswert, das Gehirn sowohl im Beruf als ebenso im Privaten zu trainieren. Dies ist zum Beispiel durch kreative Hobbies wie Stricken oder Sportarten, welche die Koordination fordern, möglich. Hilfreich ist außerdem, die Routine im Alltag ab und zu aufzulockern und bestimmte Tätigkeiten in anderer Reihenfolge zu machen. Auch das fordert das Gehirn und kann dabei unterstützen, Demenz vorzubeugen.
    4. Soziale Kontakte pflegen
      Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass ein Austausch mit anderen Menschen dazu beiträgt, das Gehirn fit zu halten. Der Grund dafür ist, dass durch ein Gespräch zum einen Informationen ausgetauscht werden. Zum anderen werden durch die Wahrnehmung von Mimik, Gestik und Tonfall vielfältige Reize ausgelöst. Dies schult das Sprachvermögen, Denken, die Wahrnehmung, Gefühlsempfindung und das Kurzzeitgedächtnis – alles Prozesse, die im Gehirn ablaufen. Wer Kontakt zu Familie, Freunden, Bekannten und Nachbarn hält und regelmäßig Aktivitäten unternimmt, kann daraus zwei positive Erfolge ziehen. Auf diese Weise kann Demenz vorgebeugt und gleichzeitig Einsamkeit im Alter verhindert werden.

 

Sind ältere Menschen bereits von einer Demenz betroffen, ist es wichtig, dass sie sinnvoll betreut werden. Dadurch sind sie unter Aufsicht und können bei Problemen unterstützt werden. Können Angehörige diese Aufgabe nicht übernehmen, eignet sich eine private Betreuung im eigenen Zuhause. Mithilfe einer 24-Stunden-Pflege brauchen die Demenzkranken ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen. Dies ist für ihren Gesundheitszustand normalerweise zuträglicher als der Umzug in ein Pflegeheim. Zudem kann eine häusliche Pflegekraft individuell auf den Pflegebedürftigen eingehen und mit spezieller Beschäftigung für Demenzkranke dabei helfen, den Krankheitsverlauf mitunter zu verlangsamen.

Weitere Informationen

Beschäftigung für Demenzkranke

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