Was ist Arthrose?

Mit Rheumaerkrankungen wird eine Vielzahl von Krankheiten zusammengefasst, die vor allem Gelenke und deren umgebenden Weichteile in Mitleidenschaft ziehen. Die meisten Fälle werden in der Seniorenbetreuung als degenerative Form diagnostiziert – eine Arthrose. Zwischen dem 60. bis 70. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen.

Arthrose ist eine degenerative Gelenkschädigung. Die Knorpelsubstanz fasert aus. Es kommt zum Abschliff oder zum vollständigen Abrieb. Die betroffene Kapsel verändert sich. Es kommt zu Knochenwucherungen. In der Altenbetreuung haben degenerative Gelenkschädigungen eine besondere Bedeutung. Die Schmerzbelastungen und Unbeweglichkeit reduzieren die Mobilität des Betroffenen insgesamt erheblich. Arthrose verursacht Immobilität, was wiederum die Erkrankung verschlimmert. Damit ist gerade in der Seniorenbetreuung ein steigendes Risiko hinsichtlich der Entstehung von Druckgeschwüren (Dekubitus) erkennbar. Außerdem führt die Erkrankung zum Rückzug und zur mangelnden Teilnahme am sozialen Leben. Vereinsamung droht. Arthrose ist nicht heilbar, der Verlauf lässt sich jedoch durch gute Pflege und einem gesunden Lebensstil kontrollieren und drosseln.

Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose in der Altenpflege

In der Häuslichen Pflege und medizinischen Versorgung stehen in jedem Fall nichtmedikamentöse Behandlungsformen vor medikamentösen Therapien. Operative Maßnahmen sind das letzte Mittel der Wahl. In der Pflege und medizinischen Versorgung haben nach aktuellem Stand der Wissenschaft nur wenige alternative Behandlungsmethoden eine nachweisbare Wirkung. Mit diesen Therapiemethoden können die herkömmlichen Behandlungen jedoch „nur“ ergänzt werden. Zu nichtmedikamentösen Behandlungsformen gehören beispielsweise die Akupunktur, das Schröpfen oder die Physiotherapie.

Trotz Arthrose durch häusliche Pflege die Mobilität erhalten

Die Häusliche Pflege ist 24 Stunden am Tag – rund um die Uhr – verfügbar. Die Pflegekraft führt im Rahmen der Seniorenbetreuung nach Therapieplan eine Kontrakturenprophylaxe durch. Hierbei werden Bewegungsübungen aktiv an den Gelenken durchgeführt. Außerdem finden Übungen statt, die assistiert werden. Wichtig ist immer dabei, dass die Gelenke nicht überlastet werden. Ausreichend Zeit für Regeneration ist notwendig. Eingesteifte Gelenke dürfen dabei niemals mit übermäßiger Kraft in die gewünschte Position gebracht werden.

Bei akuten Schüben werden Kälteanwendungen durchgeführt. Wenn der Betroffene es wünscht, können auch Wickel und Auflagen durchgeführt werden. Die Pflege prüft, ob Gehhilfen, Schienen, orthopädische Schuhe oder Einlagen notwendig sind. Im Rahmen der Altenbetreuung wird zudem die Nutzung wichtiger Hilfsmittel geübt. Hierzu gehören z. B. das Gehen mit Unterarmgehstützen, Gehwagen oder Rollator. Dieses Training erfolgt in schmerzarmen Zeiten und dient gleichzeitig der Sturzprävention. Ein weiterer Therapieansatz ist das Bewegen im warmen Wasser, welches im Rahmen des Badens in der Badewanne erfolgen kann. Durch die ambulante Pflege Zuhause werden Betroffene und Angehörige somit gleichermaßen entlastet.

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