Schwerhörigkeit im Alter

Es liegt in der Natur des Menschen, dass mit dem Alter das Hörvermögen abnimmt. Bestimmte Frequenzen und Lautstärken werden nur bruchstückhaft oder nicht mehr wahrgenommen. Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein. Die Altersschwerhörigkeit kann auf verstopfte oder entzündete Gehörgänge zurückzuführen sein. Außerdem kann es auch eine Beeinträchtigung sein, die durch ernsthafte Erkrankungen, wie Krebsleiden hervorgerufen wurde. Altersschwerhörigkeit ist ansonsten ein schleichender Prozess, der einseitig oder beidseitig auftreten kann. Manchmal wird sie in der Seniorenpflege sogar als beginnende Demenz fehldiagnostiziert.

Vielmehr führt Schwerhörigkeit im Alter zur Abnahme sozialer Kontakte und zur Vereinsamung. Erfahrungen in der häuslichen Altenpflege belegen, dass Altersschwerhörigkeit dementielle Erkrankungen begünstigen und Gedächtnisschwäche hervorrufen kann.

Altenpflege bei Altersschwerhörigkeit

Die Schwerhörigkeit erschwert die Prozesse in der Altenpflege. Die Häusliche Pflege sorgt dafür, dass alle Störquellen, wie Fernsehgerät oder Radio ausgestellt werden. Um dem schwerhörigen Betroffenen etwas zu vermitteln, muss dessen Aufmerksamkeit gewonnen werden – dies kann über Körpersignale, wie das Winken oder leichtes Stupsen erfolgen. Die Informationen werden in einfache, kurze Sätze untergebracht, die dann langsam und deutlich wiederholt werden müssen. Werden Worte nicht verstanden, sollten diese aufgeschrieben werden. Die beste Kontrolle dafür, ob der Betroffene alles verstanden hat, ist die Wiedergabe des Gesagten. In der Seniorenpflege wird das Gespräch über einen längeren Zeitraum und über weite Distanzen vermieden.

Bei der Kommunikation mit schwerhörigen, alten Menschen während der häuslichen Pflege spielen die Mimik und Gestik eine noch wichtigere Rolle. Die Pflegekraft hat gegebenenfalls den Einsatz von Hörgeräten zu begleiten. Gerade am Anfang sind schwerhörige, alte Menschen häufig mit der Handhabung überfordert. Bei Gesprächen mit einer dritten Person in Anwesenheit des Schwerhörigen ist dieser bei der Kommunikation immer mit einzubeziehen. Geschieht dies nicht, entsteht beim schwerhörigen, alten Menschen absolutes Misstrauen in dieser Situation. Bei der häuslichen 24-Stunden Pflege baut die Pflegekraft ein vertrauensvolles Verhältnis zur Pflegeperson auf und erklärt und verdeutlicht alles, was vermittelt werden muss. Betroffene und Angehörige werden somit gleichermaßen entlastet.

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