Seniorenpflege
Die Pflege von alten Menschen ist eine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe. Sie kann entweder im Pflegeheim oder auch zuhause erfolgen. Die häusliche Seniorenpflege hat den Vorteil, dass auch Angehörige die Pflege übernehmen können. Seit Einführung der Pflegeversicherung übernehmen die Krankenkassen auch in diesem Fall einen Teil der Kosten und bieten für pflegende Angehörige kostenlose Seminare zur Weiterbildung auf dem Gebiet der Seniorenpflege an. Notwendig ist dafür allerdings die Einstufung in einer der drei Pflegestufen, die nicht vom Hausarzt, sondern vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorgenommen werden muss. Da sich dieser Prozess oft über eine längere Zeit hinzieht, können Senioren oder Familienangehörige schon vorab eine Bewilligung der Zahlungen beantragen.
Seniorenpflege daheim
Welche Aufgaben die Seniorenpflege als häusliche Pflege mit sich bringt, hängt natürlich ganz wesentlich davon ab, wie selbständig die alten Menschen noch sind. Oft beginnt die Pflege nur mit der einfachen Unterstützung bei der häuslichen Arbeit. Einkäufe abnehmen, Waschen, Kochen und Saubermachen. Generell muss sich die pflegende Person aber auch darauf einstellen, dass mit dem Älterwerden bei der Seniorenpflege Stück für Stück weitere Aufgaben hinzukommen. Gut beraten ist, wer sich von Beginn an über die Aufgaben in der Seniorenpflege informiert und sich Hilfe sucht. Schon ein einfacher Sturz beim Aufstehen kann das ganze Leben durcheinander bringen und aus einem selbständigen Menschen einen Pflegefall machen. Wer erst in dieser Situation anfängt, zu sozialen Diensten und Einrichtungen Kontakt aufzunehmen, ist am Ende oft überfordert.
Seniorenpflege im Heim
Die Unterbringung in einem Heim ist für ältere Menschen ein schwerer Einschnitt in ihrem Leben. Daher ist es wichtig, diesen Schritt so gut wie möglich zu begleiten. Die Auswahl eines passenden Seniorenheimes, Klarheit bei finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten und eine angemessene medizinische Versorgung sind unabdingbar. Welche Heime für eine Seniorenpflege in Frage kommen, wird einerseits durch den Gesundheitszustand des Senioren bestimmt, aber natürlich spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen geben Auskunft zum Thema Seniorenpflege.
Passive Sterbehilfe
Bis zum Jahr 2010 war in Deutschland die passive Sterbehilfe verboten. Das Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juni 2010 hat endlich Klarheit in eine rechtliche Grauzone gebracht. Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige müssen zukünftig keine lebenserhaltenen Maßnahmen mehr durchführen, wenn dies dem erkennbaren oder geäußertem Willen des Patienten entspricht. Ältere Menschen sollten daher schon rechtzeitig daran denken, eine Willenserklärung abzugeben, um ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Zukünftig müssen Angehörige nicht mehr in Nacht und Nebel Versorgungsschnüre durchschneiden, um das Leiden eines Menschen zu beenden, sondern können in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein friedliches Sterben ermöglichen.