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Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte

Die häusliche Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen stellt viele Familien in Deutschland vor ein großes Problem. Sie haben meist weder Zeit noch Kraft, die Pflege vollständig alleine zu übernehmen – und eine 24 Stunden Betreuung durch deutsche Pflegedienste kann Kosten in Höhe von bis zu 10.000 EUR monatlich verursachen. Günstiger sind osteuropäische Pflegekräfte, allerdings müssen dabei einige gesetzliche Vorschriften beachtet werden. Vermittlungsagenturen für osteuropäische Pflegekräfte geben Rat in rechtlichen sowie praktischen Angelegenheiten und helfen bei der Vermittlung von geeignetem Pflegepersonal. Beschäftigt werden können freiberufliche, selbständige oder angestellte Pflegekräfte oder Haushaltshilfen. Außerdem besteht für Familien, Angehörige oder die pflegebedürftigen Personen zudem die Möglichkeit, selber als Arbeitgeber in Erscheinung zu treten, allerdings ist dieses Modell sehr unflexibel und bürokratisch. Da sich viele osteuropäische Pflegekräfte bei einer Langzeitpflege die Aufgaben teilen, um auch Zeit für ihre eigenen Familien zu haben, müsste beim Personalwechsel die aufwändige Prozedur für osteuropäische Pflegekräfte jedes Mal erneut durchlaufen werden.

Mindestlohn auch für osteuropäische Pflegekräfte

Durch den in Deutschland am 01.08.2010 eingeführten Mindestlohn für alle Pflegekräfte, die in der Grundpflege arbeiten, haben sich die Bedingungen auch für osteuropäische Pflegekräfte geändert. Nicht nur deutsche Arbeitgeber, sondern auch ausländische Firmen sind verpflichtet, sich an die neue Mindestlohnregelung zu halten. Das führt dazu, dass zukünftig für viele Familien nur noch freiberufliche oder selbständige osteuropäische Pflegekräfte bezahlbar sind, da diese der Mindestlohnregelung nicht unterliegen.

Osteuropäische Pflegekräfte und medizinische Dienste

Eine weitere gesetzliche Änderung ist seit Ende des Jahres 2009 in Kraft getreten, durch die osteuropäische Pflegekräfte endlich legal das machen dürfen, was sie in der Praxis sowieso schon seit Jahrzehnten tun, nämlich den pflegebedürftigen Personen bei der Verrichtung der alltäglichen Aufgaben zu helfen. Die sog. pflegerischen Alltagsleistungen, die jetzt auch für osteuropäische Pflegekräfte und Haushaltshilfen gestattet sind, umfassen auch Tätigkeiten wie das An- und Auskleiden, Einlagen wechseln oder Spaziergänge mit dem Rollstuhl. Lediglich medizinische oder pflegerische Tätigkeiten, wie die Gabe von Medikamenten oder das Anlegen von Verbänden, bleibt weiterhin den medizinischen Diensten oder den Mitarbeitern der Grundpflege vorbehalten.

Die Praxis bei der Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte

Wer rund um die Uhr auf osteuropäische Pflegekräfte oder Haushaltshilfen angewiesen ist, der wird froh sein, wenn sich so oft wie möglich die gleichen Menschen um ihn kümmern. Die Erfahrung hat gezeigt, dass osteuropäische Pflegekräfte oft nach einigen Monaten für eine Weile zu ihrer eigenen Familie in die Heimat zurückkehren möchten. Ideal ist es, wenn die Vermittlungsagentur als Dienstleister dafür sorgen kann, dass im Wechsel immer die selben osteuropäischen Pflegekräfte eingesetzt werden. So können sie pflegebedürftige Personen an ihre Betreuer gewöhnen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen.

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