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Alzheimer

Alzheimer – die Krankheit

Alzheimer ist eine Form von Demenz, die für etwa 60 Prozent der weltweit circa 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich ist. Die Ursachen werden zwar erforscht, konnten aber bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Die Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der 1907 als erster diese Krankheit und die Symptome beschrieb. Alzheimer ist eine chronische, nicht ansteckende und nicht heilbare Erkrankung des Gehirns, die mit Vergesslichkeit beginnt und zum vollständigen Verlust des Gedächtnisses führen kann. Zu Anfang der Erkrankung können Alzheimer-Patienten oft noch am normalen Alltagsleben teilnehmen, wenn auch mit gewissen Einschränkungen, später müssen sie rund um die Uhr gepflegt werden. Die Symptome sind Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit oder die Unfähigkeit, selbst einfachste Dinge wie Essen oder Schuhe zubinden alleine zu bewältigen. Im weiteren Verlauf von Alzheimer kommt zum geistigen auch noch ein körperlicher Abbau hinzu, so dass viele Patienten bettlägerig und somit rund um die Uhr pflegebedürftig werden.

Alzheimer – Pflege und Betreuung

Wie bei allen Formen von Demenz gilt auch für Alzheimer, dass sich die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung am besten fühlen, da diese ihnen die Orientierung zumindest in gewissem Maße erleichtern kann. Der Alltag sollte möglichst gut und immer gleich organisiert sein. Bei falschem Verhalten sollte man den Patienten nicht kritisieren, da die Kritik nicht verstanden wird. Stattdessen macht Kritik den Patienten unsicher, ängstlich oder ärgerlich und aggressiv, weil sie ihm seinen eigenen Fehler bewusst macht. Bei Alzheimer treten viele Formen der Desorientierung auf. Die Erkrankten wissen zum Beispiel nicht mehr, was für ein Tag, Jahr oder welche Uhrzeit es ist. Sie wollen sonntags oder mitten in der Nacht zum einkaufen gehen. Eine weitere Form des Orientierungsverlusts bezieht sich auf die räumliche Umgebung. Auch wenn Sie viele Jahre in ein und demselben Haus gewohnt haben, können sich Patienten mit Alzheimer nicht mehr an den Weg zur Toilette oder ins Wohnzimmer erinnern. Diese Situation kann für pflegende Angehörige zu einer extremen Belastung werden, da sich auch die Persönlichkeit des geliebten Menschen stark verändert. In diesem Stadium empfiehlt sich entweder ein ambulanter Pflegedienst, der je nach Bedarf ein oder mehrmals am Tag den Patienten zu Hause aufsucht und die Angehörigen bei der Pflege unterstützt. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung oder eine häusliche 24 Stunden Pflege in den eigenen vier Wänden. Diese hat den Vorteil, dass der Alzheimer-Patient in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann und wenige, aber feste Bezugspersonen hat, was sich positiv auf den Kranken auswirken kann.

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